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Eine Frau, unsere Geschichte: Nina Stork

Nina Stork – die Frau, die eine ganz besondere Familie gründete

Die StorkKlinik entstand aus der Frustration heraus, dass ein neues Gesetz in Dänemark alleinstehenden Frauen und lesbischen Frauen eine Kinderwunschbehandlung verwehrte. Bis heute wurden aus dieser Frustration heraus mehr als 5.000 Kinder geboren. Die StorkKlinik ist dem Engagement einer Frau zu verdanken: Nina Stork Sie wurde, als sie 1999 als Erste alleinstehenden Frauen und lesbischen Paaren eine Insemination anbot, in Rekordzeit zu einer bekannten Medienpersönlichkeit innerhalb und außerhalb Dänemarks. 

Nina Stork findet Schlupfloch in Gesetz über Kinderwunschbehandlung

Die Geschichte der StorkKlinik beginnt am 6. Oktober 1999 in einem Fahrradkeller auf Islands Brygge in Kopenhagen. Vor diesem Tag hatten Nina Stork und ihre Partnerin Inger mehreren Inseminationen und IVF-Behandlungen durchlaufen. 1997 verabschiedete das dänische Parlament jedoch ein Gesetz, mit dem alleinstehenden Frauen und lesbischen Paaren eine künstliche Befruchtung unmöglich gemacht wurde. Für Nina Stork und Inger bedeutete dies, dass sie ihre Kinderwunschbehandlung von einem Tag auf den nächsten abbrechen mussten.

„Damals war ich wütend, bitter und schwer enttäuscht. Ich konnte einfach nicht verstehen, warum ich als Hebamme und meine Partnerin als Physiotherapeutin für Kinder keine Eltern werden durften. Meine Arbeit als Hebamme konnte ich damals nicht länger fortsetzen. Ich brauchte einfach eine Pause und begann sogar eine Ausbildung als Keramikerin.“

         Nina Stork, Berlingske.dk, 2013.

Nina Stork und ihrer Partnerin gelang es also nicht, ihren Kinderwunsch vor Inkrafttreten des Gesetzes zu erfüllen. Aber aus dieser Verzweiflung heraus entstand eine neue Idee. Nina Stork hatte festgestellt, dass das Gesetz nicht für Hebammen galt: Konnte sie als Hebamme Inseminationen bei Frauen vornehmen? Nach zahlreichen Recherchen und Gesprächen mit sowohl dem dänischen Gesundheitsamt als auch dem dänischen Gesundheitsministerium bestätigten die Behörden Nina Stork, dass ihre Auslegung korrekt war. Daraufhin entschied sie sich, ihr eigenes Kinderwunschzentrum zu gründen.

„Für mich war es wichtig, dass alles korrekt ablief. Ich wusste ja genau, dass mein Vorhaben zwar die Buchstaben des Gesetzes, aber nicht dessen Absicht erfüllte. Als ich endlich einen positiven Bescheid in den Händen hatte, fand ich einige winzige Räumlichkeiten auf Islands Brygge und investierte die 50.000 DKK, die Inger und ich eigentlich als Anzahlung auf ein Haus gespart hatten, in das Projekt.“

         Nina Stork, Berlingske.dk, 2013.

Nina Stork ging eigentlich davon aus, dass die Politik ihr Zentrum umgehend schließen würde. Aber ihre Mission war klar: Sie wollte einfach eine öffentliche Diskussion darüber anstoßen, ob lesbische und alleinstehende Frauen nicht genauso gute Mütter sind wie Frauen mit männlichen Partnern.

Am 6. Oktober 1999 eröffnete Nina Stork die StorkKlinik. Noch am selben Abend sendete der dänische Fernsehsender DR einen Beitrag darüber in den Nachrichten. Schon am nächsten Tag hörten die Telefone gar nicht mehr auf zu klingeln. Nina Stork bekam zu tun – richtig zu tun. In den nächsten Jahren empfing die Klinik immer mehr Frauen, was Nina Stork aber nicht davon abhielt, sich weiter an der Debatte über das Recht von alleinstehenden und lesbischen Frauen auf ein eigenes Kind zu beteiligen.

Politiker versuchten mehrmals, diese Gesetzeslücke zu schließen, was ihn aber niemals gelang. Nina Stork war damals in den Medien äußerst präsent. Sie hielt Vorträge und leistete Überzeugungsarbeit, wobei sie große Unterstützung aus den verschiedensten Kreisen erfuhr. 

Besondere Umgebung für Frauen

„Ich habe mich immer bemüht, dass meine eigene Geschichte, die Tatsache, dass ich nicht schwanger werden konnte, den Frauen, die zu uns kommen, zugutekommt.“

         Nina Stork, Alt.dk, 2015

Mitten in diesem Verlauf wurden Nina Stork und Inger selbst Mütter eines Sohnes – Oscar. Die Geschichte von Nina Stork war ein wichtiger Denkanstoß für zahlreiche alleinstehende und lesbische Frauen und bildete gleichzeitig die Grundlage für die Atmosphäre, die sie in der StorkKlinik schuf. 


Für Nina Stork war nämlich eine Herzenssache, dass alle Frauen, die ihre Praxis aufsuchten, diesen Besuch als Einladung in ein freundliches, gemütliches Heim verstanden, in dem nichts an ein Krankenhaus erinnerte. Die Frauen sollten sich auf keinen Fall als Patientinnen fühlen. Deswegen wurde das Kinderwunschzentrum mit Sofas, Sesseln und Bildern eingerichtet, die eine persönliche, warmherzige Atmosphäre ausstrahlen. Nina Stork wählte auch die medizinische Ausstattung so, dass die Insemination als weniger unangenehm empfunden wurde. So sind die Liegen deutlich breiter und haben auch keine Bügel für die Beine. 

Die Angestellten entwickelten einen besonders herzlichen Teamgeist, was wiederum den Frauen, die sich ein Kind wünschen, das Gefühl vermittelte, Teil einer großen Familie zu sein.

Nicht zuletzt deswegen, aber auch angesichts der wachsenden Kinderschar dank ihres Einsatzes beschloss Nina Stork, deren Nachname im Deutschen Storch bedeutet, jedes Jahr ein Storchen-Treffen zu arrangieren – einen stimmungsvollen Tag für alle Kinder und ihre Familien. Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis zieht inzwischen Familien aus nah und fern an. Das Storchen-Treffen ist aber mehr als nur ein gemütliches Beisammensein. Hier lernen die Kinder nämlich auch, was es bedeutet, Teil einer größeren Gruppe zu sein, denn die Familien, die die Kinder hier treffen, unterscheiden sich kaum von ihrer eigenen.

Jedes Jahr kommen mehr Familien zum Storchen-Treffen und knüpfen Freundschaften. Von Anfang an wurde bei jedem Treffen ein Gemeinschaftsbild gemacht. Heute hängen die Bilder im Kinderwunschzentrum – als Zeugnis des Zusammenhalts der Familien und was es bedeutet, Teil der Storchen-Familie zu sein.

Die Zukunft der StorkKlinik

Als eine Gesetzesnovelle 2007 alleinstehenden und lesbischen Frauen endlich wieder eine Kinderwunschbehandlung ermöglichte, eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten für die StorkKlinik. Nina Stork begann die Planung der Stork IVF-Klinik, in der sie zusammen mit Ärzten, Gynäkologen, Embryologen usw. seit 2011 alle Formen einer Kinderwunschbehandlung anbietet. Damit war ihre Mission erfüllt. Sie zog sich immer mehr aus der Unternehmensleitung zurück und verkaufte die StorkKlinik schließlich 2016. 

„Als das Gesetz 2007 geändert wurde, empfand ich das als einen großen Sieg. Für mich war der Kampf gewonnen. Ich hatte einfach sehr viel Glück und war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.“

          Nina Stork, Alt.dk, 2015.

Das Kinderwunschzentrum, das Nina Stork aufgebaut hat, ist etwas ganz besonderes. Es wird auch von zahlreichen Frauen aus anderen Ländern aufgesucht, die von dieser speziellen Einrichtung gehört oder gelesen haben. Nina Stork ist es gelungen, der StorkKlinik den Stempel ihrer Philosophie aufzudrücken. Ihre Werte, die Atmosphäre, die sie geschaffen hat, erfüllen noch heute unsere Arbeit.

Mit anderen Worten ruht die StorkKlinik weiterhin auf dem Fundament, das Nina Stork gegossen hat. Wie gewohnt findet jährlich das Storchen-Treffen statt und das Kinderwunschzentrum wird täglich von alleinstehenden und lesbischen Frauen aus dem In- und Ausland aufgesucht, die denselben Traum verfolgen wie Nina Stork und Inger 1997: ein Wunschkind. 

Nina Stork beim Storchen-Treff im Jahr 2010
Nina Stork beim Storchen-Treff im Jahr 2010

Geschichte der StorkKlinik

1997

In Dänemark wird ein neues Gesetz über künstliche Befruchtung verabschiedet. Damit ist es Ärzten verboten, eine Kinderwunschbehandlung bei Frauen durchzuführen, die nicht verheiratet sind oder nicht mit einem Mann zusammenleben.

1999

Nina Stork eröffnet am 6. Oktober die StorkKlinik in einem Keller auf Islands Brygge.

2002

Das Kinderwunschzentrum hat fünf Beschäftigte. 

2006

Mit der Geburt von immer mehr Kindern entwickelt sich der Gedanke eines jährlichen Treffens. Seit dem Sommer 2006 veranstaltet die StorkKlinik das Storchen-Treffen für alle Kinder, die mithilfe der StorkKlinik geboren wurden, und ihre Eltern.

2007

Dank des großen Interesses an der Arbeit des Kinderwunschzentrums ist die Anzahl der Beschäftigten auf zwölf gestiegen. Die alten Räumlichkeiten sind zu klein geworden, die StorkKlinik zieht um. Gleichzeitig wird ein modernes Labor zur Aufbereitung des Samens eingerichtet.

Ab Januar 2007 ist es Ärzten in Dänemark wieder gestattet, alleinstehenden und lesbischen Frauen eine Kinderwunschbehandlung anzubieten. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für die StorkKlinik. Geplant wird die Eröffnung der Stork IVF-Klinik mit Gynäkologen und Embryologen, die künftig IVF, ICSI, TESA, Blastozystentransfer und Eizellspende anbieten können.

 

Disclaimer Eizellspende

Die deutschen VivaNeo-Kinderwunschzentren bieten keine Beratungs-, Behandlungs- oder sonst begleitende oder vorbereitende Leistungen in Bezug auf Eizellspenden an. In Deutschland ist die Eizellspende und damit verbundene Leistungen gem. § 1 Abs. 1 ESchG strafbar. Wenn Sie sich in einem deutschen VivaNeo-Zentrum zu anderen Leistungen beraten lassen haben, dürfen unsere Zentren in Dänemark, den Niederlanden und Österreich Ihnen keine Behandlung mit gespendeten Eizellen anbieten.

2008

Ein Manager übernimmt die Leitung der StorkKlinik.

2010

Die StorkKlinik zieht in die derzeitigen Räumlichkeiten in der Store Kongensgade im Herzen Kopenhagens um. 

2011

Die Stork IVF-Klinik wird feierlich eröffnet.

2012

Eine Vorstandsvorsitzende übernimmt die Leitung sowohl der StorkKlinik als auch der Stork IVF-Klinik (die heute zu einem Kinderwunschzentrum zusammengelegt sind), als Klinikleiterin wird eine Ärztin eingestellt.

2016

Die StorkKlinik wird verkauft und gehört heute zum VivaNeo Konzern. Sie erhält zwei „Schwestern“: VivaNeo übernimmt Ciconia in Aarhus, die jetzt als Ciconia VivaNeo Fertilitetsklinik firmiert, und eröffnet VivaNeo Copenhagen im Nachbargebäude der StorkKlinik. Zusammen mit mehreren kleineren Partnern wird VivaNeo zur ersten landesweit operierenden dänischen Kette an Kinderwunschzentren.

An den drei Hauptzentren arbeiten mehr als 50 Beschäftigte. Jährlich werden rund 2.000 Inseminationen und gut 2.000 IVF/ICSI, FER usw. durchgeführt.

2018

Maria Hamm wird neue Vorstandsvorsitzende.

Artikel über Nina Stork in der Presse

Hebamme mit Kampfgeist und Spendersamen auf den Barrikaden

14. januar 2017, DR.dk

DR drehte 2017 ein Porträt über Nina Stork und die Geschichte der StorkKlinik. Darin wird unter anderem der Nachrichtenbeitrag vom Eröffnungstag am 6. Oktober 1999 gezeigt. Außerdem enthält das Porträt einen weiteren Beitrag aus dem Programm „Vil du føde mit barn?“ (Willst du mein Kind gebären?), in dem Nina Stork mehr über die Hintergründe der Gründung des Kinderwunschzentrums berichtet.

Zum Artikel

Nina Stork hat mehr als 4.000 alleinstehenden und lesbischen Frauen zu einem Wunschkind verholfen

16. marts 2015, ALT.dk

Die dänische Frauenzeitschrift „Alt for Damerne“ veröffentlichte 2015 ein Porträt von Nina Stork, der Gründerin der StorkKlinik. 

Zum Artikel

Die Kämpferin für die Rechte Homosexueller auf ein eigenes Kind

12. september 2013, Kristeligt Dagblad

Anlässlich des 50. Geburtstags von Nina Stork veröffentlichte 2013 die dänische Zeitung „Kristeligt Dagblad“ ein Porträt. 

Zum Artikel

Willst du mein Kind gebären?

13. juli 2013, Berlingske

Die dänische Zeitung Berlingske veröffentlichte 2013 mehrere Artikel über alleinstehende und lesbische Frauen, die Kinder mithilfe einer Samenspende gebären. Einer dieser Artikel war ein Porträt von Nina Stork mit der Geschichte der StorkKlinik.

Zum Artikel

Bildquelle des Headerbilldes: www.b.dk/nationalt/vil-du-vaere-far-til-mit-barn

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