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PCO (polyzystisches Ovarialsyndrom)

PCO ist die Abkürzung für polyzystische Ovarien (Eierstöcke). Bei diesem Krankheitsbild bilden sich viele kleine Eibläschen (Follikel) in den Eierstöcken, die zudem nicht gleichmäßig in den Eierstöcken verteilt sind, sondern perlenkettenartig aufgereiht am Rand liegen. Frauen mit PCO erleben nicht immer nennenswerte Symptome, zahlreiche Frauen leben damit, ohne das Syndrom jemals zu entdecken. Typisch für PCO ist eine zu Beginn normale Entwicklung der Follikel, die jedoch zu einem frühen Zeitpunkt des Zyklus aufhört, sodass der Eisprung ausbleibt. Einige Frauen mit PCO haben gelegentlich einen ganz normalen Eisprung und damit die Chance, natürlich schwanger zu werden.

PCO kann zu PCOS werden

PCOS ist die Abkürzung für das polyzystische Ovarialsyndrom, d. h., die Frau hat neben den charakteristischen polyzystischen Ovarien auch folgende Symptome: 

  • zu hoher Spiegel männlicher Sexualhormone und/oder
  • Tendenz zur vermehrten Behaarung (Hirsutismus), d. h. flaumartiger Bartwuchs und verstärkte Körperbehaarung, möglicherweise begleitet von einer Ausdünnung des Kopfhaars und Neigung zu unreiner Haut (Akne)
  • seltener oder fehlender Eisprung, d. h. unregelmäßige, häufig > 35 Tage lange Zyklen  

Wie ausgeprägt die Haut- und Haarprobleme sind, hängt von der jeweiligen Empfindlichkeit gegenüber den männlichen Sexualhormonen ab.

Ursachen der PCO(S)

Hauptursache ist eine genetische Veränderung, d. h. eine Erbanlage, aufgrund der einige Frauen eine stärkere Veranlagung zur Entwicklung von PCOS haben als andere.

PCO und Übergewicht

Frauen mit PCO neigen zu Übergewicht, wobei sich das Fett insbesondere im Abdomenbereich ansammelt – die sogenannte Apfelform. 

Etwa die Hälfte aller Frauen mit PCOS ist übergewichtig, wobei das Übergewicht die verschiedenen Symptome verschlechtern kann. 

Die Kombination aus PCOS und Übergewicht beeinträchtigt die Insulinempfindlichkeit (Insulinresistenz). Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert. Bei herabgesetzter Insulinempfindlichkeit produziert diese Drüse zum Ausgleich mehr Insulin. Diese Überproduktion an Insulin stört die Wechselwirkungen der Sexualhormone, was unter anderem zu unregelmäßigen Regelblutungen, ausbleibendem Eisprung und einer erhöhten Produktion männlicher Sexualhormone führt.

Achten Sie also darauf, Ihre Insulinempfindlichkeit durch ein normales Gewicht (BMI < 25) mit viel körperlicher Bewegung zu stärken. Eine normale Insulinempfindlichkeit ist die beste Voraussetzung für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt. Gleichzeitig wird das Risiko für einen Typ-2-Diabetes (Zuckerkrankheit) und Herz-Kreislauf-Krankheiten deutlich gesenkt.

An der StorkKlinik können wir Ihnen ein Gespräch mit unserer Ernährungsberaterin anbieten, die näher auf die obigen Ausführungen eingeht und Sie dazu motiviert, einen neuen Lebensstil und eine gesunde Ernährungsweise mit mehr körperlicher Bewegung (mindestens 30 Minuten täglich) zu wählen.

Medikamentöse Behandlung der herabgesetzten Insulinempfindlichkeit

Eine Frau, die aufgrund eines PCOS und ungeachtet des Gewichts eine Insulinresistenz entwickelt hat, kann mit einem Präparat gegen Typ-2-Diabetes (Metformin) behandelt werden, das die Empfindlichkeit gegenüber Insulin erhöht. Diese Behandlung eignet sich jedoch nicht für alle Frauen. 

Zur Regulierung des Menstruationszyklus eignet sich die Pille. 

Wir empfehlen, dass Sie diese Behandlungsformen mit Ihrem Hausarzt oder uns besprechen.

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