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Spendersamen

Was ist ein Spender? In der StorkKlinik benutzen wir folgende Definitionen:

Anonymer Spendersamen: Grundlegende Angaben (Augenfarbe, Haarfarbe, Größe, Gewicht)

Anonym plus Spendersamen: Grundlegende Angaben sowie Blutgruppe und Tätigkeit/Ausbildung

Samen eines Spenders, dessen Namen das Kind später erfahren kann: Anonym plus mit der Möglichkeit, die Identität zu einem späteren Zeitpunkt zu erfahren (durch Anfrage bei der Samenbank)

Samenbanken benutzen möglicherweise andere Definitionen für die verschiedenen Spenderformen und die Möglichkeit, den Namen des Spenders später zu erfahren.

Die Wahl des richtigen Spenders

Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten und treffen Sie dann die für Sie – und nicht zuletzt für Ihr kommendes Kind – richtige Wahl. Auf dieser Seite hat Julia Buus Nicholson, Hebamme an der StorkKlinik, die fünf wichtigsten Fragen für die Wahl eines Spenders als den biologischen Vater eines Spenderkinds zusammengestellt und Ratschläge für die Beantwortung gegeben.

Fünf wichtige Fragen über die Spenderwahl und die Geburt eines Spenderkinds

1. Welche Form der Spende bevorzugen Sie? Bekannter Spender, anonym plus oder anonym?

Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht, auch wenn inzwischen einiges darauf hindeutet, dass man – gerade in Dänemark – immer mehr zu einem bekannten Spender neigt. Wir sagen immer: Wenn Sie und ggf. Ihr Partner bzw. Ihre Partnerin die für Sie richtige Wahl getroffen haben, ist das mit größter Sicherheit auch für Ihr Kind richtig. Deswegen sollten Sie sich mit den verschiedenen Wahlmöglichkeiten vertraut machen und dazu Stellung beziehen.

Wenn alleinstehende Frauen und lesbische Paare ihre Wahl treffen, wählen die meisten einen Spender, dessen Name des Kindes später erfahren kann. Dies gilt insbesondere für Dänemark, wo die Menschen gegenüber den verschiedenen Formen des Familienlebens sehr tolerant sind. Den meisten Frauen ist es wichtig, dem Kind keine Hindernisse in den Weg zu legen. Einige Singles bringen auch folgendes Argument vor: „Wenn ich meinem Kind schon keinen Familienvater geben kann, dann soll es zumindest später den Namen des biologischen Vaters erfahren können.“ Wir erleben auch, dass sich inzwischen immer mehr heterosexuelle Paare als früher für die Wahl eines später bekannten Spenders entscheiden, da die Toleranz in der Gesellschaft deutlich zugenommen hat. 

Andere entscheiden sich für die Lösung anonym plus oder anonym, da sie selbst die Verantwortung für das Kind (auch in dessen Namen) übernehmen möchten und die Entscheidung, später mehr zu erfahren, nicht „einfach“ dem Kind überlassen wollen. 

Inzwischen spielt auch eine andere Frage für die Wahl des Spenders eine entscheidende Rolle. Denn was bedeutet es, einen Spender zu wählen, dessen Identität später erfragt werden kann? Die Beantwortung dieser Frage ist nicht ganz einfach. Das Gesetz besagt nicht, dass das Kind ein Recht darauf hat, den Spender zu treffen, wenn es das 18. Lebensjahr vollendet hat. Es hat nur das Recht, seine Identität zu erfahren. Das führt zwangsläufig zu der Frage: Was bedeutet Identität in diesem Zusammenhang? Ist damit der Name des Mannes gemeint, seine Anschrift oder nur Informationen über ihn? Wir können diese Frage nicht beantworten, da Samenbanken unterschiedliche Vorgehensweisen haben.

In Dänemark können Spenderkinder die Identität des Spenders erst seit 2007 erfahren. Mit anderen Worten haben die ersten Kinder, die mithilfe solcher Spender gezeugt wurden, das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht. So können wir auch noch nicht wissen, wie die verschiedenen Samenbanken mit dieser Frage umgehen. Für einige ist die Wahl einer anonymen Spende damit die einfachste Lösung – einzig, weil sie ihrem Kind damit eine eindeutige Antwort geben können. Und die lautet nicht: „Da müssen wir abwarten, bis du 18 bist.“ Mit der Wahl eines anonymen Spenders steht eindeutig fest, welche Informationen das Kind erhalten kann. 

In bestimmten Kreisen, gerade außerhalb Dänemarks, genießt ein Spenderkind kein hohes Ansehen. Das kann auch ein Grund dafür sein, dass sich Frauen und Paare für eine anonyme Spende entscheiden, da sie weder ihr Kind noch ihr Umfeld über die Hintergründe der Empfängnis informieren möchten.

2. Was möchten Sie entscheiden – und was der StorkKlinik überlassen?

Eine zentrale Frage, der Sie sich stellen müssen, lautet: Was möchten Sie entscheiden? Einigen ist es wichtig, jede Wahlmöglichkeit genau durchzusprechen. Andere möchten einen Spender mit blonden Haaren und blauen Augen. Wieder anderen ist es wichtig, dass ein Spender dieselben Wertvorstellungen, Lebensanschauungen und Interessen hat wie sie selbst. Und dann gibt es Menschen, denen all dies überhaupt nicht wichtig ist. 

Die meisten haben jedoch den einen oder den anderen Wunsch, und das ist nur zu verständlich. Eines dürfen Sie dabei aber nicht vergessen: Eine Garantie, dass Ihr Wunsch erfüllt wird, gibt es nicht. Selbst wenn der Spender blaue Augen haben sollte, würden wir nie garantieren, dass Ihr Kind auch blaue Augen hat. 

Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind blond und blauäugig wird, können wir nur einen Spender wählen, der diese Eigenschaften besitzt. Wenn wir einen Spender für Sie wählen, haben wir dieselben Informationen wie Sie. Den Spender selbst kennen wir nicht – dafür ist allein die Samenbank zuständig.

3. Wie stehen Sie zu einer möglichen Erbkrankheit eines Spenders?

Jeder Mensch hat Gene mit Fehlern. Dies gilt selbstverständlich auch für Samenspender. Natürlich wurde jeder Samenspender gründlich auf zahlreiche Krankheiten untersucht, eine Garantie für ein gesundes Kind ist dies jedoch nicht. Es muss aber auch gesagt werden, dass ein Spenderkind generell bessere Aussichten hat als ein natürlich gezeugtes, gerade weil der Spender so gründlich untersucht wurde. In vielen Fällen hat der Spender bereits Samen für andere Kinder gespendet. Falls bei diesen Fehlbildungen oder Erkrankungen festgestellt werden, die auf den Spendersamen zurückführbar sind, werden wir informiert, wenn der fragliche Samen, während die Untersuchungen laufen, unter Quarantäne steht.

4. Wünschen Sie sich mehr als ein Kind?

Häufig hören wir die Frage: „Wie viel Spendersamen soll ich kaufen?“ Hier einen Rat zu geben, ist gar nicht so einfach, da das kaum vorhersagbar ist. Ein wichtiger Aspekt, der so früh wie möglich berücksichtigt werden sollte, ist die Frage nach Vollgeschwistern: „Möchte ich/möchten wir mehr als ein Kind, wenn alles gut geht?“ Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten, sollten Sie sich auch fragen, ob es für Sie wichtig ist, dass der dafür benötigte Samen wieder vom selben Spender stammt. Dies hat natürlich einen großen Einfluss darauf, wie viel Spendersamen Sie zu Beginn kaufen bzw. reservieren, gleichgültig, welche Spenderform Sie wählen.

5. Wie werden Sie Ihrem Kind erzählen, dass es ein Spenderkind ist?

Haben Sie darüber nachgedacht, was Sie Ihrem Kind erzählen werden? Und wann? Und wie? Wir raten immer, dass Sie sich bereits zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie sich für eine Samenspende entscheiden, Gedanken darüber machen, was Sie wann Ihrem Kind erzählen werden.

Einige Eltern warten einfach den Lauf der Dinge ab, andere planen eher, was sie sagen möchten, wieder andere führen ein Tagebuch, sobald sie anfangen, über ein Wunschkind nachzudenken, und bis sie ihr Kind im Arm haben. Dieses Tagebuch ist dann später für das Kind gedacht. 

Lesbische Frauen und Singles haben hier einen kleinen Vorteil: Das Kind wird ihnen schon sagen, wann es eine Antwort möchte. Ein Zweijähriger fragt vielleicht: „Wo ist mein Papa?“ Die Antwort muss in dem Fall nur verständlich sein. Ist das Kind dann um die fünf Jahre alt, fragt es vielleicht nach. Einige Eltern erzählen bereits dem Säugling seine Geschichte.

Eines dürfen Sie dabei niemals vergessen: Ein Spenderkind ist immer ein Wunschkind. Und der Wunsch bestand schon lange vor der Zeugung. Es wurde ganz bewusst gewählt. Es ist das Wunschkind der Mutter und das Wunschkind der Mit-Mutter bzw. des Vaters. Und es ist ein Wunschkind des Spenders. Das ist ein wunderbares Geschenk – auch wenn man erst später davon erfährt.

Drei gute Ratschläge für Sie, die sich für Spendersamen entscheiden

Die Hebamme Julia Buus Nicholson hält für Eltern, die sich für Spendersamen entscheiden, drei gute Ratschläge bereit.

1. Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl

Wenn Sie Entscheidungen über die Wahl eines Spenders treffen, muss sich dies richtig anfühlen. Es gibt kein rationales Richtig oder Falsch. Was zählt, ist Ihr Gefühl, die für Sie richtige Entscheidung getroffen zu haben. 

2. Seien Sie immer offen und ehrlich

Wenn Sie Ihrem Kind gegenüber immer ehrlich sind und ihm die Wahrheit sagen, können Sie nichts falsch machen. Beginnen Sie damit so früh möglich und nicht erst, wenn Ihr Kind schon Teenager ist. Alle Studien zeigen, dass es Kindern deutlich leichter fällt, mit der Wahrheit umzugehen, als das Gefühl zu bekommen, dass das Thema Spenderkinder ein Tabu ist. Bei lesbische Frauen und Singles ist das einfacher als bei einem heterosexuellen Paar, das aktiv zu diesem Thema Stellung beziehen muss. 

Seinem Kind gegenüber ehrlich zu sein, ist eine Sache, aber was sagt man seinem Umfeld? Was sagt eine alleinstehende Frau, die mit ihrem 2-jährigen Sohn in einem kleinen Dorf auf dem Lande lebt? Erzählt sie die Geschichte, die ihrer Meinung nach am ehesten verstanden wird, z. B.: „Nun ja, sein Vater und ich haben herausgefunden, dass wir nicht zusammenpassen.“ Oder sagt sie: „Ich habe mich in Dänemark mit Spendersamen inseminieren lassen.“ 

Eine Frau, die sowohl ihrem Kind als auch ihrem Umfeld die Wahrheit sagt, zeigt damit, dass sie zu ihrer Entscheidung steht. Damit vermittelt sie auch ihrem Kind, dass alles in Ordnung ist und dass es nichts Ungewöhnliches ist, ein Spenderkind zu sein.

3. Denken Sie an Ihr Kind 

Die Bedürfnisse Ihres Kindes sind immer wichtiger als Ihre eigenen. Stellen Sie sich immer vor, wie Ihr Kind je nach Alter reagieren wird. 

Samenbanken

Samenbanken bieten verschiedene Arten der Samenspende/Spendersamen und damit verschiedene Möglichkeiten, Informationen über den Spender zu erfahren. 

Die Samenbank erhält und kontrolliert die Samen und verteilt sie weiter an die behandelnden Ärzte. 

Samenspender sind Männer mit kaukasischem bzw. europäischem Aussehen und einem Durchschnittsalter von rund 25 Jahren. In Sonderfällen können wir auch Spendersamen eines Mannes anderer ethnischer Herkunft bestellen

Die meisten Samenspender sind Studierende an einer dänischen Hochschule, die ihren Samen in der Regel aus finanziellen und idealistischen Gründen spenden. 

Jeder Samenspender muss vor der Spende mehrere ärztliche Untersuchungen absolvieren. Er darf nicht krank sein und in seiner Familie dürfen keine Erbkrankheiten auftreten. 

Auf der Homepage des dänischen Gesundheitsamts sind die ärztlichen Untersuchungen für Samenspender ausführlich beschrieben. In der Regel schlüpfen nur wenige Spender (8 bis 10 %) durch dieses Nadelöhr und können als Samenspender akzeptiert werden. 

Bevor Spendersamen zum Verkauf freigegeben wird, wird er sechs Monate unter Quarantäne gestellt. In dieser Zeit muss der Spender drei und sechs Monate nach der Spende negative Laborbefunde für ansteckende Krankheiten vorlegen.

Dies verlangt das dänische Gesundheitsamt von jeder Samenbank, um das Risiko einer Übertragung ansteckender Krankheiten wie HIV auf ein Minimum zu reduzieren.

Wir arbeiten mit folgenden Samenbanken zusammen:

Bei einer Kinderwunschbehandlung mit Spendersamen haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Sie können Ihre Wünsche zu Augenfarbe, Haarfarbe und Größe äußern und dann die Wahl des Spenders der StorkKlinik überlassen. Wir werden dann unser Bestes tun, Ihre Wünsche zu erfüllen, können das jedoch nicht garantieren
  • Sie können über die StorkKlinik und auf der Grundlage Ihrer Wünsche zu Augenfarbe, Haarfarbe und Größe ein Spendersamen-Depot erwerben. Alle Ihre Wünsche werden garantiert erfüllt. Der Samen steht bereit, , wenn Sie zur Insemination erscheinen. Rufen Sie uns an, Tel.: +45 3257 3316, und wir helfen Ihnen mit den praktischen Details
  • Sie kaufen Ihren Spendersamen selbst und können unter einer Vielfalt von Eigenschaften wählen. Links zu den Samenbanken, mit denen wir zusammenarbeiten: 

Wenn Sie an der StorkKlinik registriert sind, erhalten Sie kostenlos Anmeldedaten für die Spenderkarthotek der European Sperm Bank und einen Rabattcode für Cryos International. So können Sie selbst einen geeigneten Spender finden und Spendersamen bestellen.

Bitten Sie einfach telefonisch oder per E-Mail um die entsprechenden Informationen.

Bestellungen

Wenn Sie einen bestimmten Spendersamen bestellen möchten, können Sie dies vor Behandlungsbeginn bei einer der Samenbanken selber übernehmen oder der StorkKlinik überlassen.

Eine solche Bestellung findet nach dem Beratungsgespräch und vor dem Behandlungsbeginn statt. Der Spendersamen wird dann in Ihrem Namen zurückgestellt. Sie übernehmen die Kosten für die Anzahl bestellter Samenportionen, die zur StorkKlinik geschickt werden, die Versandkosten sowie jährliche Verwaltungs-/Depotgebühren für die Aufbewahrung von 1 bis 10 Portionen. 

An der StorkKlinik können Sie auch Spendersamen desselben Spenders bestellen, der bei Ihrer ersten Schwangerschaft verwendet wurde. So haben eventuelle Geschwister denselben biologischen Vater. Voraussetzung ist jedoch, dass vom fraglichen Spender noch genug Samen vorhanden ist. 

Wurden Sie nach einer Behandlung mit Spendersamen an einer anderen Klinik schwanger, kann die StorkKlinik untersuchen, ob Spendersamen vom selben Spender bestellt werden kann. 

Dies verlangt jedoch, dass Sie die bei der vorigen Behandlung verwendete Spendernummer kennen.

Bekannter Spender

Möchten Sie den Samen einer Ihnen bekannten Person benutzen?

Wenn Sie den Samen einer Ihnen bekannten Person, die nicht Ihr Partner ist, für die Kinderwunschbehandlung an der StorkKlinik benutzen möchten, gelten für diese Personen die vom dänischen Gesundheitsamt festgelegten Regeln und gesetzlichen Vorschriften für das Screening mithilfe eines Gesprächs, einer körperlichen Untersuchung und einer Blutuntersuchung, einschließlich der Untersuchung auf bestimmte ansteckende Krankheiten.

1. Screening mithilfe eines Gesprächs mit bekanntem Samenspender  

Jeder bekannte Samenspender muss auf seine Eignung hin beurteilt werden, was mit einem Gespräch bei einem Arzt an der StorkKlinik beginnt. Hierbei wird das Risiko einer Ansteckung mit bestimmten Krankheiten sowie der Weitergabe möglicher Erbkrankheiten beurteilt. Der Spender füllt ein Formular aus und bestätigt mit seiner Unterschrift an Eides statt die Richtigkeit der Angaben. Er muss auch einwilligen, dass seine Angaben zur Gesundheit an die Frau bzw. das Paar, dem er Samen spenden möchte, weitergegeben wird. Im Rahmen des Gesprächs findet auch eine körperliche Untersuchung statt.

2. Einfrieren von Samen

Das Einfrieren von Samen und die obligatorischen Untersuchungen erfolgen an der Samenbank European Sperm Bank. 

3. Schriftliche Beurteilung sowie mündliche Aufklärung über mögliche Risiken und Ergebnisse

Die Kinderwunschbehandlung kann beginnen, sobald Sie nach einem Aufklärungsgespräch eine Einwilligungserklärung unterschrieben haben. 

Wenn der bekannte Spender an dem Gespräch teilnehmen soll, möchten wir Sie bitten, uns darüber schriftlich per E-Mail an » info[at]storkklinik.dk oder telefonisch unter Tel.: +45 3257 3316 zu unterrichten, damit wir Sie bestmöglich beraten können.

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