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Schwangerschaft

Schwanger – ja oder nein? Die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft

Ganz gleich, ob Sie auf natürlichem Wege schwanger werden oder die Unterstützung einer Kinderwunschklinik in Anspruch nehmen – wenn Sie sich ein Kind wünschen, ist die Spannung mit jedem Zyklus groß: Hat es geklappt? Gewissheit bringt erst der positive Schwangerschaftstest. Mitunter macht sich eine Schwangerschaft jedoch schon vor dem Ausbleiben der Monatsblutung bemerkbar. Das ist nicht verwunderlich: Mit der Befruchtung einer Eizelle stellt sich der gesamte Organismus der Frau auf den Erhalt und das Wachstum des neuen Lebens ein. 

Insbesondere der Hormonhaushalt verändert sich in der Frühschwangerschaft stark – und so ähneln die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft den typischen Menstruationsbeschwerden: Vielleicht fühlen Sie sich müde oder haben Stimmungsschwankungen, die Brüste spannen oder es zieht im Unterbauch. Ein verlässliches Testergebnis ist erst nach dem Ausbleiben der Blutung möglich: Ab der fünften Schwangerschaftswoche produziert der Körper vermehrt das „Schwangerschaftshormon“ hCG, das mit dem Schwangerschaftstest nachgewiesen wird. 

Der Verlauf der Schwangerschaft und ihre typischen Symptome

Eine Schwangerschaft wird vom ersten Tag eines vollständigen Zyklus an berechnet. Da der Eisprung in der Zyklusmitte, etwa nach den ersten zwei Wochen des Zyklus, stattfindet, beginnt eine Schwangerschaft daher rein rechnerisch mit der dritten Schwangerschaftswoche. 

Das erste Trimester – Schwangerschaftswoche 1-12

Die ersten drei Schwangerschaftsmonate gelten als die kritische Zeit. Grund dafür ist, dass sich alle Organe und das vollständige Nervensystem des Babys im ersten Trimester bilden. Schon bei der Einnistung des Embryos in der Gebärmutter steht fest, ob das Kind männlich oder weiblich ist. Zwischen der vierten und der achten Schwangerschaftswoche bilden sich Hals, Kopf und Extremitäten des Embryos heraus, die Anlagen für die inneren Organe, das Gehirn und das Nervensystem entstehen. Bis zum Ende des ersten Trimesters sind Finger, Zehen, Augen, Ohren und Nase voll ausgebildet. Gleichzeitig haben sich Muskeln und Nervensystem soweit entwickelt, dass der Fötus im Mutterleib gezielte Bewegungen ausführen kann.

Typische Anzeichen im ersten Schwangerschaftstrimester: 

Müdigkeit: Zahlreiche Frauen fühlen sich stetig übermüdet und haben ein großes Schlafbedürfnis.

Verstopfung: Der Anstieg des Gelbkörperhormons Progesteron verlangsamt den Stoffwechsel, sodass viele Frauen jetzt schlapp sind und unter Verstopfung leiden.

Übelkeit: Die berüchtigte Schwangerschaftsübelkeit, ausgelöst durch den erhöhten hCG-Spiegel im Blut, setzt oft ab der fünften oder sechsten Schwangerschaftswoche ein. Die Übelkeit klingt bei den meisten Frauen nach etwa zwölf Wochen ab.

Schwindelgefühl durch die deutlich erhöhte Blutproduktion zur Versorgung von Plazenta und Embryo.

Stimmungsschwankungen aufgrund der massiven hormonellen Umstellung.

Empfindlichkeit gegen bestimmte Gerüche. 

Das zweite Trimester – Schwangerschaftswoche 13-26

Mit dem vierten Schwangerschaftsmonat lassen die unangenehmen Symptome der Frühschwangerschaft nach. Die körperlichen Anlagen des Fötus sind jetzt vollständig vorhanden, sodass jetzt die „Feinarbeiten“ im Vordergrund stehen: Der Stoffwechselkreislauf entwickelt sich, ebenso wie der Saug- und Schluckreflex und die Atembewegungen. Das Baby ist sehr aktiv im Mutterleib und trainiert Muskeln und Nervensystem. Auch die Herztöne sind bei der Untersuchung jetzt deutlich zu hören. Zum Ende des fünften Schwangerschaftsmonats ist meist das Geschlecht im Ultraschall erkennbar. Jetzt beginnt die Konkretisierungsphase, in der sich Bewegungen und Sinneswahrnehmungen des Fötus weiter ausbilden.

Typische Anzeichen im zweiten Schwangerschaftstrimester: 

Der Bauch rundet sich, die Brüste wachsen deutlich.

  • Erste Kindsbewegungen werden zwischen SSW 16 und 18 spürbar.
  • Verstärkter Harndrang, da die wachsende Gebärmutter auf die Blase drückt.
  • Kurzatmigkeit aufgrund des erhöhten Blutvolumens.
  • Sodbrennen, da die wachsende Gebärmutter den Magen einengt.
  • Ggf. Produktion sogenannter Vormilch, ausgelöst durch einen erhöhten Prolaktinspiegel.

Das dritte Trimester – Schwangerschaftswoche 27-40+

Im siebten Schwangerschaftsmonat öffnet der Fötus seine Augen und Nasenflügel. Das Immunsystem sowie das Bronchialsystem beginnen, eigenständig zu arbeiten – unter anderem atmet der Fötus „zur Übung“ Fruchtwasser ein und aus. Im Fall einer Frühgeburt hätte das Kind dank moderner Medizin jetzt gute Überlebenschancen. Ab dem achten Schwangerschaftsmonat entwickelt sich hauptsächlich die schützende Fettschicht weiter, der Fötus nimmt jetzt rund 250 g pro Woche zu. Da es immer weniger Platz in der Gebärmutter findet, nimmt es schließlich die typische Fötalhaltung mit vor dem Körper verschränkten Armen ein.

Typische Anzeichen im dritten Schwangerschaftstrimester: 

  • Bauch und Brüste wachsen noch einmal deutlich.
  • Verstärkter Harndrang, da die wachsende Gebärmutter auf die Blase drückt.
  • Rückenschmerzen, meist aufgrund der gelockerten Bänder und des zusätzlichen Gewichts.
  • Taubheit oder Kribbeln in den Füßen, wenn das Kind in Rückenlage auf die Hohlvene drückt.
  • Schlafstörungen.
  • Erste Senkwehen setzen ein.

Frühzeitige Ultraschalluntersuchung ab Woche 7

In unseren Kinderwunschzentren in Kopenhagen und Aarhus bieten wir Ultraschalluntersuchungen im Frühstadium der Schwangerschaft an. Mit einer frühzeitigen Ultraschalluntersuchung ab der 7. Schwangerschaftswoche (7+0 bis Woche 13+6) kann kontrolliert werden, ob sich die Schwangerschaft wie gewünscht entwickelt.

Nach einem positiven Schwangerschaftstest ist die Zeit danach häufig mit sehr viel Freude aber auch Nervosität verbunden. Läuft wirklich alles nach Plan? Deswegen entscheiden sich viele Frauen für eine frühzeitige Ultraschalluntersuchung, um Ruhe und Gewissheit zu bekommen. 

Was ist auf dem Ultraschall zu sehen?

Bei der frühzeitigen Ultraschalluntersuchung können wir medizinisch beurteilen, ob sich die Schwangerschaft wie gewünscht entwickelt.

Zu diesem Zeitpunkt kann man bereits sehen, wie groß der Embryo ist und ob er sich in der Gebärmutter befindet oder außerhalb. Außerdem lässt sich der voraussichtliche Geburtstermin festlegen. Auch eine Mehrlingsschwangerschaft kann bereits zu diesem Zeitpunkt erkannt werden. Und das Beste: Ab der 7. Schwangerschaftswoche können Sie auch die ersten Herzschläge sehen.

Zu diesem Zeitpunkt ist der Embryo etwa 1 cm lang. Die Messung des Kindes während einer Ultraschalluntersuchung wird auch als Messung der Scheitel-Steiß-Länge (SSL) bezeichnet. 

Von uns erhalten Sie ein Ultraschallbild in Schwarz-Weiß

Bei der frühzeitigen Ultraschalluntersuchung kann das Geschlecht des Kindes noch nicht festgestellt werden. Hierzu müssen Sie bis zur 14. Schwangerschaftswoche warten. 

Wann ist eine frühzeitige Ultraschalluntersuchung ratsam?

VivaNeo empfiehlt allen Frauen, die befruchtete Eizellen erhalten haben, d. h. schwangeren Frauen, die eine IVF-Behandlung oder eine Eizellspende erhalten haben, eine frühzeitige Ultraschalluntersuchung. Eine solche Untersuchung ist aber auch dann ratsam, wenn während Ihrer Schwangerschaft Blutungen aufgetreten sind, wenn Sie schon einmal abortiert haben oder Schmerzen haben. 

Die Ultraschalluntersuchung in der 7. Woche ist im Preis für die IVF-Behandlung und damit auch die Eizellspende enthalten. Wenn Sie an einer frühzeitigen Ultraschalluntersuchung nach einer Insemination interessant sind, steht dem nichts im Wege. Die Kosten finden Sie hier.

Disclaimer Eizellspende

Die deutschen VivaNeo-Kinderwunschzentren bieten keine Beratungs-, Behandlungs- oder sonst begleitende oder vorbereitende Leistungen in Bezug auf Eizellspenden an. In Deutschland ist die Eizellspende und damit verbundene Leistungen gem. § 1 Abs. 1 ESchG strafbar. Wenn Sie sich in einem deutschen VivaNeo-Zentrum zu anderen Leistungen beraten lassen haben, dürfen unsere Zentren in Dänemark, den Niederlanden und Österreich Ihnen keine Behandlung mit gespendeten Eizellen anbieten.

Terminvereinbarung

Wenn Ihr Schwangerschaftstest (Urin oder Blutprobe auf HCG) positiv war und Sie uns dies mitteilen, können Sie gleichzeitig einen Termin für die Ultraschalluntersuchung an einem unserer Kinderwunschzentren in entweder Aarhus oder Kopenhagen vereinbaren. Wenn Ihre Kinderwunschbehandlung bisher in Aarhus stattgefunden hat, können Sie den Termin ohne Weiteres in Kopenhagen vereinbaren oder umgekehrt, falls dies besser in Ihre Zeitplanung passt.

Wenn Sie mehr über die Ultraschalluntersuchung erfahren möchten, können Sie sich jederzeit an uns wenden oder einen Termin an einem unserer Zentren vereinbaren.

Übersicht über typische Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft

In Dänemark gehören Ultraschalluntersuchungen nicht zur regelmäßigen Vorsorge. Jeder Schwangeren wird jedoch von der staatlichen Krankenversicherung in der 12. Woche eine Nackenfaltenmessung und ab der 19. Woche eine Untersuchung auf Wachstums- und Entwicklungsstörungen angeboten. Übersicht über typische Ultraschalluntersuchungen:

7.–14. Woche: Frühzeitige Ultraschalluntersuchung

11.–13. Woche: Nackenfaltenmessung

  • In Dänemark wird Schwangeren, bei denen das Risiko eines Down-Syndroms des Kindes besteht, eine Nackenfaltenmessung angeboten. Bei dieser Ultraschallmessung wird auch Bluttest durchgeführt.

14.–18. Woche: Frühzeitige Untersuchung auf Wachstums- und Entwicklungsstörungen

  • Der Embryo wird gründlich untersucht, um mögliche Störungen zu erkennen. Dabei werden auch die Organe kontrolliert. 

19.-23. Woche: Untersuchung auf Wachstums- und Entwicklungsstörungen

  • In Dänemark wird diese Untersuchung allen Schwangeren angeboten.

14.-40. Woche: Geschlechtsbestimmung

  • Ab der 14. Schwangerschaftswoche lässt sich feststellen, ob es sich um ein Mädchen oder einen Jungen handelt. 

15.–40+. Woche: Ultraschalluntersuchung zur Sicherheit

Wir sind für Sie da!

Das ganze Jahr über, ohne Wartezeiten! Wenden Sie sich gerne an uns!

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