Insemination / Hormonelle Stimulation / Wichtige Hormone

Wichtige Hormone

Weicht Ihr Hormonstatus von der Norm ab, zeigt sich das gerne durch unregelmäßige, zu kurze oder zu lange Menstruationszyklen. Außerdem kann es sich als schwierig erweisen, den genauen Zeitpunkt des Eisprungs anhand eines Tests zu ermitteln.

Ihr Hormonstatus wird anhand einer Blutuntersuchung bestimmt: AMH (Anti-Müller-Hormon), Prolaktin, FSH (follikelstimulierendes Hormon), LH (luteinisierendes Hormon) und Estradiol. Ihr FSH- und LH-Spiegel können möglicherweise Hinweise darauf geben, warum sich Ihr Kinderwunsch bis jetzt nicht erfüllt hat. Anhand dieser Werte finden wir auch die für Sie optimale Hormonbehandlung mit den entsprechenden Dosen des jeweiligen Präparats. Die Blutproben für diese Untersuchung werden am 2. oder 3. Zyklustag entnommen.

Für eine Behandlung in der StorkKlinik benötigen wir aber auch die Werte für TSH (Thyreotropin, Thyreoidea-stimulierendes Hormon) und Prolaktin. In bestimmten Fällen empfehlen wir die Bestimmung des Androgenstatus mit u. a. Testosteron (dem männlichen Sexualhormon) und in seltenen Fällen auch Insulin und CRP-Wert. Wenn Ihre Menstruation unregelmäßig ist oder Sie zahlreiche Eisprünge haben, liegen die Ergebnisse wahrscheinlich außerhalb der Norm. Die Blutuntersuchung kann entweder bei Ihrem Hausarzt bzw. Gynäkologen oder bei uns in der Klinik durchgeführt werden. Wenn wir uns für eine hormonelle Stimulation entscheiden, tun wir das nur, um Ihre Chancen für eine erfolgreiche Schwangerschaft zu erhöhen. Ziel einer Hormonbehandlung ist grundsätzlich, die natürlichen „guten“ Hormone zu stärken bzw. zu ersetzen und Hormone, die einer Schwangerschaft abträglich sind, zu hemmen. Die meisten wichtigen Sexualhormone werden über die Hypophyse gebildet, einer Drüse im Gehirn, von der aus sie im Blutkreislauf zu ihrem Zielorgan im Körper transportiert werden. Hormone sind wechselseitig voneinander abhängig. So kommt es bei einem Anstieg des Spiegels bestimmter Hormone zu einem Rückgang des Spiegels anderer Hormone.

Bei fehlendem Eisprung reicht bei bestimmten Frauen die Behandlung mit Clomifen® (das die Bildung von mehr natürlichem FSH in der Hypophyse stimuliert) oder Tamoxifen® (das das Wachstum der Follikel in den Eierstöcken stimuliert) – beides in Tablettenform – aus, um für eine hinreichende Entwicklung der Eizellen und damit einen Eisprung zu sorgen. Andere Frauen benötigen FSH-Injektionen (Menopur®, Gonal-F®, Puregon®, Bemfola).

In diesem Fall ist immer eine Ovulationsinduktion mit hCG (humanem Choriongonadotropin, Ovitrelle®) erforderlich, um den Zeitpunkt des Eisprungs für die Insemination richtig zu bestimmen.

Verminderte Samenqualität, Endometriose oder ungeklärte Unfruchtbarkeit kann häufig ebenfalls mit einer hormonell stimulierten Insemination behandelt werden. Auch in diesem Fall wird Clomifen®, Tamoxifen® oder FSH-Injektionen zur Stimulierung einer hinreichenden Entwicklung der Eizelle verwendet und immer eine Ovulationsinduktion durchgeführt.

AMH, Anti-Müller-Hormon:Marker für die Anzahl vorhandener reifungsfähiger Eizellen.

TSH, Thyreotropin, Thyreoidea-stimulierendes Hormon: Ein Hormon, das die Produktion und Ausschüttung der Hormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) in der Schilddrüse steuert. Diese beeinflussen u. a. Ihre Chance, schwanger zu werden, das Abortrisiko, Komplikationen während der Schwangerschaft und wahrscheinlich auch das Risiko eines niedrigen Intelligenzquotienten des kommenden Kindes.

GnRH, Gonadotropin freisetzendes Hormon: Steuert die Ausschüttung von FSH und LH in der Hypophyse.

FSH, follikelstimulierendes Hormon: Wird in der Hypophyse gebildet und stimuliert das Follikelwachstum sowie die Samenproduktion beim Mann.

LH: Luteinisierendes Hormon: Wird in der Hypophyse gebildet und stimuliert den Eisprung. Beim Mann stimuliert das Hormon die Synthese des männlichen Sexualhormons Testosteron, ohne das keine Samenzellen gebildet werden können.

Prolaktin: Wird in der Hypophyse gebildet und steuert bestimmte Prozesse in den Brustdrüsen und Eierstöcken, wie das Wachstum der Brustdrüsen während der Schwangerschaft und die Förderung der Milchproduktion nach der Geburt. Ein zu hoher Prolaktinspiegel kann den Eisprung hemmen.

Estradiol: Wird in den Eierstöcken gebildet und sorgt während des Menstruationszyklus für das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Ein hoher Estradiolspiegel in der Mitte des Zyklus löst einen Anstieg von LH und damit den Eisprung aus.

Progesteron: Bereitet die Gebärmutterschleimhaut zusammen mit Estradiol auf das Einnisten einer befruchteten Eizelle vor und sorgt während der Schwangerschaft dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht abgestoßen wird.

Androgene: Werden in den Eierstöcken gebildet und stimulieren Haarwachstum und Libido. Eine Überproduktion an Androgenen hemmt den Eisprung.

HCG, humanes Choriongonadotropin: Wird im Mutterkuchen (Plazenta) gebildet und trägt mit zur Aufrechterhaltung der Progesteronbildung im Corpus luteum bei. Dieses Hormon ist auch der Marker, der zur Bestätigung einer Schwangerschaft in einer Urin- oder Blutprobe herangezogen wird.

Anschrift

Stork IVF Klinik | St. Kongensgade 40 H, 1. sal | DK-1264 Kopenhagen K
Tel.: +45 3257 3316 | Fax +45 3257 3346 | info@storkklinik.dk | CVR: 33 03 49 11

Zertifikat

Social Media