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Ursachen für Unfruchtbarkeit beim Mann

Eine Hauptursache für männliche Unfruchtbarkeit ist eine zu geringe Samenqualität, ein Phänomen, das bei Männern in den letzten Jahren immer häufiger auftritt. Die Ursache für diese zunehmende Verschlechterung der Samenqualität ist leider noch nicht bekannt.

15 % aller heterosexuellen Paare sind unfreiwillig kinderlos, in der Hälfte der Fälle ist dies ganz oder teilweise auf Ursachen beim Mann (herabgesetzte Samenqualität) zurückzuführen. Eine geringe Samenqualität kann mehrere Gründe haben.

Ein Ungleichgewicht im Haushalt der Sexualhormone FSH, LH und Testosteron kann die Ursache für eine fehlende oder unzureichende Bildung von Samenzellen sein. Die Bildung von Samenzellen wird von FSH (und indirekt LH) gesteuert. Ist der Hormonhaushalt gestört, kann dieser möglicherweise mit einer Hormonbehandlung wiederhergestellt werden, dies hängt jedoch von der Ursache der Störung ab.

Übermäßige Wärme beispielsweise durch Besuche in Saunen und Dampfbädern kann das die Samenzellen produzierende Gewebe schädigen und dadurch die Samenqualität verringern. Dasselbe gilt für die Arbeit mit einem Laptop auf dem Schoß. Auch das Tragen von enger Unterwäsche oder engen Hosen kann möglicherweise zu Reibungswärme führen, die wiederum die Samenqualität verringern kann.

Bei der Einnahme anaboler Steroide besteht das Risiko einer verminderten Samenqualität aufgrund von Hormonstörungen bei zu großen Mengen. Durch das Absetzen der Steroide kann die Samenqualität jedoch nach mehreren Monaten in der Regel verbessert werden.

Bei Männern mit kleinen Hoden oder mit einem fehlerhaften Abstieg des Hodens oder beider Hoden in den Hodensack (Kryptorchismus) wird häufig eine Einschränkung der Fertilität aufgrund der fehlenden Bildung von Samenzellen oder einer deutlich herabgesetzten Samenqualität beobachtet. Dies wird begleitet von einem erhöhten FSH-Spiegel sowie einem geringen Inhibin-B-Spiegel.

Einige Chromosomenfehler und Schädigungen des Y-Chromosoms können mit einer verminderten Samenqualität oder der fehlenden Bildung von Samenzellen in Verbindung stehen. Dies kann in einigen Fällen erblich sein.

Eine Reihe von Chemikalien stehen unter dem Verdacht, Risikofaktoren bei Störungen des männlichen Fortpflanzungssystems zu sein. Hierzu gehören unter anderem Alkylphenole (in Seifen und Kunststoffen), Bisphenol A (Weichmacher in Kunststoffen für z. B. Getränkeflaschen), Parabene (Kosmetik, Konservierungsmittel für Lebensmittel), chemische UV-Filter (Sonnencreme, im Freien genutzte Kunststoffe), natürliche und synthetische Östrogene. Die arbeitsbedingte Exposition mit Pflanzenschutzmitteln, Schwermetallen, organischen Lösungsmitteln und Flussmitteln kann möglicherweise ebenfalls die Samenqualität verringern.

Einige Medikamente beeinträchtigen bekanntermaßen die Potenz, eine normale antegrade Ejakulation und/oder die Samenqualität. In diesem Fall empfehlen wir ein Gespräch mit dem Arzt, der das fragliche Medikament verordnet hat, Sie können diesen Fall aber selbstverständlich auch mit einem unserer Ärzte besprechen.

Beim Mann kann es auch schon in der embryonalen Phase zu Störungen des Fortpflanzungssystems kommen, was wiederum zu einem erhöhten Risiko von Hodenkrebs, schlechter Samenqualität, Kryptorchismus und/oder Hypospadie führen kann.

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