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Männliches Fortpflanzungssystem

Die Stammzellen der Samenzellen werden bereits sehr früh in der embryonalen Entwicklung angelegt, die Anzahl bleibt das ganze Leben über mehr oder weniger gleich.

Die eigentliche Produktion der Samenzellen beginnt um das 12. Lebensjahr herum und hält das ganze Leben über an. Geregelt wird die Produktion über verschiedene Hormone, die in der Hypophyse, einer Drüse im Gehirn, ausgeschüttet werden: FSH, das follikelstimulierende Hormon, und LH, das luteinisierende Hormon. FSH stimuliert die eigentliche Samenzellenproduktion, LH aktiviert die Bildung des männlichen Sexualhormons Testosteron.

Anatomisch gesehen besteht jede Samenzelle aus einem Kopfteil, einem Mittelstück und einem Schwanz. Die Samenzellen bewegen sich den langen Weg über den Gebärmutterhals und die Gebärmutter zum Eileiter, wo eine einzige Samenzelle eine Eizelle befruchten kann. Samenzellen, die männlichen Keimzellen, werden in den Kanälen in den Hoden gebildet und gelangen in die Nebenhoden, wo sie einen Reifungsprozess durchlaufen. Die Nebenhoden gehen in die Samenleiter über, durch die die Samenzellen bei einer Ejakulation gemischt mit einer aus der Samenblase und der Prostata sezernierten Flüssigkeit in die Harnröhre gelangen.

Bei der Ejakulation werden normalerweise 2 bis 6 ml Samenflüssigkeit freigesetzt, die in der Regel 60 bis 450 Millionen Samenzellen enthält. Die Menge der Samenflüssigkeit lässt keinen Schluss auf die Qualität der Samenzellen zu Das Ejakulatvolumen hängt von zahlreichen Faktoren ab, wobei u. a. Abstinenz eine Rolle spielt. Auch die einzelnen Samenproben eines Mannes können große Unterschiede aufweisen. Deswegen ist es empfehlenswert, über einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen mindestens zwei Samenanalysen durchführen zu lassen, falls die erste Samenprobe ungünstig ausfällt, ehe eine eigentliche Beurteilung der Samenqualität möglich ist. Bestimmt wird die Samenqualität durch die Beweglichkeit und das Aussehen der Samenzellen. Die Quantität ist für eine Aussage über die Qualität ungeeignet.

Referenzwerte nach dem Laborhandbuch der WHO, 5. Ausgabe, 2010, für normale Samenqualität:

  • Ejakulatvolumen: > 1,5 ml
  • Samenzellenkonzentration: <15 Mio./ml
  • Gesamtanzahl Samenzellen: >39 Mio./ml
  • Vitale (lebende) Samenzellen: > 50 %
  • Anzahl Samenzellen mit normaler Morphologie (Aussehen): > 4 %
  • Bewegliche Samenzellen: > 40 %
  • Leukozyten (weiße Blutkörperchen): <1 Mio./ml

Soll der Samen des Mannes für die Insemination oder die IVF-Behandlung an der StorkKlinik verwendet werden, benötigen wir eine Samenprobe, um Sie optimal zu beraten und die für Sie am besten geeignete Behandlung zu finden.

Frische Samenzellen sind wahrscheinlich bis zu ca. 72 Stunden nach der Ejakulation befruchtungsfähig. Samenzellen, die für eine Insemination aufbereitet wurden, bewahren ihre Befruchtungsfähigkeit vermutlich 48 bis 72 Stunden. Tiefgefrorene Samenzellen können Eizellen nach dem Auftauen wahrscheinlich innerhalb von 24 Stunden befruchten.

 

 

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