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Weiblicher Menstruationszyklus

Die Häufigkeit der Bildung und Freisetzung von Eizellen wird durch Hormone bestimmt, was auch als weiblicher Menstruationszyklus bezeichnet wird.

Die Keimdrüsen (Gonaden) der Frau entstehen bereits in der embryonalen Phase. Schon im Frühstadium der Schwangerschaft werden wahrscheinlich mehr als 7 Millionen Keimzellen gebildet, deren Zahl jedoch bis zur Geburt auf natürliche Weise zurückgeht, sodass die Eierstöcke eines neugeborenen Mädchens normalerweise rund 1 Million Keimzellen enthalten. Zur Geschlechtsreife enthalten die Eierstöcke gemeinsam noch etwa 400.000 Keimzellen, von denen nur etwa 300 bis 500 zur vollen Reife gelangen und befruchtet werden können. Die übrigen Zellen gehen vor der Reifung allmählich zugrunde. Wenn die Keimzellen fast erschöpft sind, beginnen die Wechseljahre (Klimakterium) und die Menstruation hört schlussendlich auf. Frauen durchleben das Klimakterium in der Regel zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr.

Die erste Menstruation ist der Beginn der Geschlechtsreife, die in der westlichen Welt normalerweise im Alter von 12 bis 13 Jahren eintritt.  

Der Menstruationszyklus dauert durchschnittlich 28 Tage. Er beginnt mit der Ausschüttung des Hormons FSH (follikelstimulierendes Hormon) in der Hypophyse, einer Drüse im Gehirn. FSH stimuliert die Reifung von 8 bis 10 Follikeln in den Eierstöcken. Ein Follikel ist ein mit Flüssigkeit gefülltes Bläschen, in dem sich die Eizelle befindet. Um den 7. Zyklustag ist eines der Follikel zu einer Größe herangereift, die die der anderen übersteigt. Dies ist wahrscheinlich auch der Follikel, das später im Zyklus die Eizelle freisetzt. Dieser Follikel unterdrückt auch das Wachstum der anderen Follikel, die damit zugrunde gehen. Der größte Follikel wächst weiter und seine Eizelle kommt zur Reife, während die Follikelepithelzellen (Granulosazellen) und die Eierstöcke das Hormon Östrogen produzieren.

Östrogen hemmt die weitere Bildung von FSH in der Hypophyse, sodass im aktuellen Zyklus keine weiteren Eizellen heranreifen. Erreicht Östrogen einen gewissen Spiegel, wird in der Hypophyse das den Eisprung auslösende luteinisierende Hormon (LH) ausgeschüttet. Östrogen bewirkt auch eine Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, die sich damit auf das Einnisten einer Eizelle vorbereitet. Die Eizelle wird dann etwa 14 Tage nach dem ersten Zyklustag freigesetzt.

Etwa 24 bis 36 Stunden nach der Ausschüttung von LH aus der Hypophyse durchläuft die Eizelle den letzten Reifungsprozess, das Abschnüren des Polkörperchens. Der Follikel platzt auf und die Eizelle wird zusammen mit der Flüssigkeit im Follikel ausgeschwemmt. Die fransenförmigen Ausläufer des Eileitertrichters (Infundibulum tubae), die sogenannten Fimbrien, transportieren die Eizelle in Richtung Gebärmutter. Zu einer Schwangerschaft kommt es dann, wenn die mit dem bloßen Auge gerade noch erkennbare Eizelle im Eileiter innerhalb weniger Stunden nach dem Eisprung auf Samenzellen trifft. Kann eine Samenzelle in die Eizelle eindringen und mit dieser verschmelzen, kommt es zur Befruchtung. Die befruchtete Eizelle bewegt sich durch den Eileiter zur Gebärmutterhöhle, wo sie sich in der Schleimhaut einnistet.

Aus dem Follikel, in dem die Eizelle zur Reife gelangte, entsteht das Corpus luteum, der Gelbkörper. Im Corpus luteum wird das Hormon Progesteron gebildet, das die Proliferation der Gebärmutterschleimhaut fördert, sodass sich die befruchtete Eizelle, die etwa eine Woche nach dem Eisprung die Gebärmutterhöhle erreicht, dort einnisten kann.

Wird die Eizelle nicht befruchtet, bildet sich das Corpus luteum allmählich zurück und die Progesteronbildung wird eingestellt. Dies führt zum Abbau mit anschließender Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut und ein neuer Zyklus kann beginnen. Dieser Prozess wiederholt sich Monat für Monat bis zum Beginn des Klimakteriums.

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